Wie gestaltet man Workshops, in denen Jugendliche und junge Erwachsene sich aktiv einbringen? Entscheidend sind ein klarer Rahmen, abwechslungsreiche Methoden und genügend Raum für unterschiedliche Perspektiven und Bedürfnisse. Denn nicht alle Teilnehmenden bringen die gleichen Erfahrungen, Interessen oder Voraussetzungen mit. Mit diesen zehn Tipps zeigen wir, worauf es bei der Vorbereitung und Durchführung von Workshops mit jungen Menschen ankommt.
Stellen Sie gemeinsam mit den Teilnehmenden Spielregeln für den Workshop auf. Klären und erklären Sie die verschiedenen Rollen der anwesenden Personen. Und führen Sie alle einmal durch die Agenda. So wissen die Jugendlichen, was sie erwartet, und bekommen von Anfang an das Gefühl, den Rahmen selbst mitgestalten zu können.
Hören Sie bei Rückmeldungen, Fragen und Unklarheiten ganz genau hin und geben Sie den Bedürfnissen der Gruppe Raum. In einem Safe Space, in dem ihre Belange ernst genommen werden, können sich die Teilnehmenden am besten öffnen.
Auch wenn sich die Teilnehmenden des Workshops schon kennen sollten: Es gibt immer noch Neues zu entdecken. Decken Sie die Gemeinsamkeiten innerhalb der Gruppe auf – das stärkt nicht nur das Wir-Gefühl, sondern auch die Kooperationsbereitschaft. Eine kurze Aufstellung im Raum zu Interessen oder Erfahrungen nutzen.
Achten Sie darauf, dass nicht nur die Lautesten gehört werden, sondern auch ruhige Stimmen zu Wort kommen. Nur so stellen Sie sicher, dass die bestmöglichen Ergebnisse erzielt und diese von der gesamten Gruppe getragen werden. Erst eine stille Einzelreflexion, dann Austausch zu zweit und anschließend Sammlung im Plenum.
Sorgen Sie dafür, dass weder Langeweile noch Überforderung aufkommen. Mit einer Mischung aus Spielen und Lerninhalten sowie einem Wechsel von Einzel- und Gruppenarbeit können Sie ein dynamisches Geschehen kreieren, das Abwechslung schafft und die Aufmerksamkeit hochhält. Zwischen Einzelarbeit, Kleingruppen und gemeinsamen Diskussionen wechseln.
Entwickeln Sie greifbare Szenarien, die die Teilnehmenden nachvollziehen können. Je näher die Beispiele an der Lebensrealität der Teilnehmenden sind, desto leichter sind sie zu verstehen. Das stärkt die Identifikation mit der Aufgabe, vor allem jedoch mit den Ergebnissen.
Überlegen Sie vorab, an welchen Stellen Sie Quick Wins erzielen können. Erfolgserlebnisse führen nicht nur zu einem kurzfristigen Stimmungshoch, sondern steigern auch die Motivation und das Engagement der Beteiligten.
Setzen Sie das große Ganze in den Fokus: Was sind die langfristigen Ziele des Workshops und welche Auswirkungen hat das auf die Gruppe und jeden Einzelnen? Damit schaffen Sie die Voraussetzungen für eine nachhaltige Wirkung und eine dauerhafte Verstetigung.
Lassen Sie die Teilnehmenden die neuen Inhalte reflektieren, indem Sie gezielt nachfragen: Worüber haben wir gesprochen? Was hat gut funktioniert? Wo ist noch Luft nach oben? Das hilft einerseits dabei, Unklarheiten aufzudecken, und andererseits, die Ergebnisse zu verinnerlichen. Zum Abschluss jede Person beantworten lassen, was sie mitnimmt und was noch offen ist.
Nach dem Essen soll man nicht schwimmen gehen, das haben wir alle gelernt. Aber auch das Arbeiten fällt mit vollem Magen schwer. Beachten Sie bei der Konzeption des Workshops die Leistungsfähigkeit im Tagesverlauf und planen Sie für die Tiefs entsprechende Energizer ein.
Sie planen einen Workshop mit Jugendlichen oder jungen Erwachsenen? ifok unterstützt bei der Konzeption, Moderation und Gestaltung passender Beteiligungsformate. Sprechen Sie uns an.