„Was haben wir gemacht?“ ist leicht zu beantworten. „Was haben wir damit bewirkt?“ ist jedoch der eigentliche Prüfstein. Seit über 30 Jahren realisieren wir erfolgreich Projekte für Verwaltung, Organisationen und den öffentlichen Sektor. Zufriedene Kund:innen und positive Rückmeldungen aus den Zielgruppen bestätigen unsere Arbeit. Gleichzeitig erkennen wir, dass Wirkung ihr volles Potenzial erst dann entfaltet, wenn sie systematisch geplant, messbar gemacht und während der Projektlaufzeit aktiv im Sinne eines Impact Reporting Frameworks gesteuert wird.
Das zeigt sich auch an den Erwartungen und den eigenen wirkungsorientierten Ansätzen unserer Auftraggeber:innen. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat beispielsweise eine eigene Stabsstelle Ziel- und Wirkungssteuerung aufgebaut und setzt auf Dashboards, OKRs (Objectives & Key Results) und standardisierte Reportings. Wie erfolgreiche Wirkungsorientierung in der Praxis aussehen kann, hat das Forschungsprojekt „EValuate“ der Agora Digitale Transformation im Auftrag der Bundesregierung untersucht – unter anderem anhand dreier Projekte aus der Digitalstrategie der Bundesregierung, an denen ifok beteiligt war.
Was ist die OKRMethode?
OKR steht für Objectives and Key Results und ist eine Methode, um Ziele in Organisationen klar zu formulieren und messbar zu verfolgen: Ein Objective beschreibt ein qualitatives Ziel (wohin wir wollen), und Key Results beschreiben messbare Ergebnisse (woran wir erkennen, dass wir dem Ziel näherkommen). OKR wird typischerweise in regelmäßigen Zyklen (z. B. quartalsweise) genutzt, um Ziele sichtbar zu machen und Fortschritt gemeinsam zu überprüfen.
Unsere Projekterfahrungen bestätigen: Wirkung darf nicht nur ex post dokumentiert, sondern muss strategisch geplant, laufend gemessen und aktiv gesteuert werden. Dabei haben wir mit OKR und IOOI (Input-Output-Outcome-Impact) umfassende Erfahrungen gesammelt und die Grenzen beider Ansätze kennen gelernt: OKR schafft agile Steuerung, Fokus und Verbindlichkeit, tendiert in der Umsetzung jedoch häufig dazu, dass Zusammenhänge zwischen Zielgruppenwirkung und unseren Handlungsmöglichkeiten zu impliziert bleiben und die Outcome-Ebene nicht den zentralen Stellenwert bekommt, den sie haben sollte. Zudem bleiben Voraussetzungen für die Erfolgschancen der Ziele unbeachtet. IOOI liefert eine solide Wirklogik und macht Wirkungsketten transparent, ist jedoch in der Datenerhebung aufwändig, weil Outcome- und Impact-Indikatoren oft längere Zeitreihen und Primärdaten (z. B. Befragungen) erfordern. Zugleich fehlt IOOI ein expliziter Steuerungsmechanismus im Sinne von Rollen, Routinen und Entscheidungsregeln für laufende Kurskorrekturen.
Die zentrale Erkenntnis: Es braucht das Beste aus beiden Wirkmodellen – die langfristige Wirkungsausrichtung und Wirkungslogik von IOOI und die agile, operative Steuerung von OKR. Nur so zahlen kurzfristige Fortschritte konsistent auf langfristige Wirkungsziele ein.
Das ImpactChain-Framework ist eine Eigenentwicklung des Teams rund um Johannes Bayer, die auf Basis unserer Projekterfahrungen entstanden ist. Der Ansatz wurde aus der Praxis für die Praxis entwickelt, um wirkungsorientierte Projekte strategisch auszurichten und operativ zu steuern. Die Kernidee: Als Impact Management Framework verbindet es OKR (Ziele & Kernergebnisse) mit der IOOI–Wirkungslogik und verankert beides im PDCA-Zyklus (Plan–Do–Check–Act). So erzeugen wir eine durchgängige Wirkungs– und Steuerungslogik – vom strategischen Zielbild bis zur einzelnen Maßnahme. Ziel ist es, Wirkungsketten explizit zu machen, Zielgruppenwirkung messbar zu gestalten und Fortschritte im zeitlichen Verlauf konsistent auf langfristige Impact-Ziele einzahlen zu lassen.
Was ist das IOOI-Modell?
Das IOOI-Modell ist ein Wirkmodell, das Zusammenhänge zwischen Ressourcen, Aktivitäten und Wirkung strukturiert: Input beschreibt eingesetzte Mittel (z. B. Zeit, Budget, Kompetenzen), Output die erbrachten Leistungen (z. B. Angebote, Produkte, Veranstaltungen), Outcome die angestrebten Veränderungen bei Zielgruppen, und Impact die langfristige gesellschaftliche Wirkung. IOOI wird genutzt, um Wirkzusammenhänge in Projekten oder Programmen nachvollziehbar darzustellen und zu messen.
Ziele und Wirkungsketten entfalten nur dann ihren vollen Nutzen, wenn sie Teil des täglichen Arbeitens werden. Ein sauber formuliertes Objective oder eine stringente Wirkungskette reicht nicht aus, wenn sie nicht regelmäßig genutzt, überprüft und angepasst wird. Entscheidend sind zwei Dinge:
Das ifok-ImpactChain-Framework ist kein theoretisches Konstrukt, sondern ein Ansatz, der direkt aus unserer Projektpraxis entstanden ist. In der Anwendung zeigt sich dabei immer wieder: Unser Impact Management Framework schafft Orientierung von Beginn an – sowohl bei der Entwicklung passgenauer Angebote als auch beim Aufsetzen neuer Projekte. Die konsequenten Leitfragen „Warum machen wir das?“ und „Was ist unser größter Hebel?“ sorgen für Fokus und verhindern, dass Teams – gerade in komplexen Vorhaben – in unterschiedliche Richtungen laufen. Gleichzeitig erkennen Teams früh, ob ihre Outputs tatsächlich die gewünschten Outcomes auslösen. Dadurch können sie gezielt nachsteuern, Maßnahmen schärfen und Ressourcen dorthin lenken, wo der größte Hebel liegt. Mit der Zeit verschiebt sich der Fokus spürbar vom Output zum Outcome: weniger „Was haben wir gemacht?“, mehr „Was haben wir erreicht?“.
Das ImpactChain-Framework ermöglicht zudem Transparenz „on demand“: Über ein Dashboard lassen sich sowohl die Gesamtwirkung als auch die Wirkung einzelner Maßnahmen jederzeit einsehen – unabhängig von Berichts- oder Iterationszyklen. Gerade im öffentlichen Sektor ist das ein klarer Vorteil, etwa bei Rechenschaftspflichten oder kurzfristigen Kommunikationsanlässen. Die Qualität der Daten ist dabei am höchsten, wenn die Datenerhebung Teil der täglichen Arbeit ist und durch Automatisierung gestützt wird.
Gleichzeitig gilt: Veränderung braucht Zeit. Man ist schnell geneigt, zuerst über Kosten oder Maßnahmen zu sprechen, statt konsequent von Zielen und Wirkungsketten aus zu denken. Das ifok-ImpactChain-Framework etabliert diese rationale Logik dauerhaft – und verändert damit auch die externe Kommunikation: weg von Aktivitätsberichten hin zu Wirkungsberichten, die zeigen, was wirklich erreicht wurde.
Wenn Sie Wirkung nicht nur dokumentieren, sondern strategisch erreichen und laufend steuern wollen, ist das ifok-ImpactChain-Framework der richtige Rahmen – praxisbewährt, datenbasiert und anschlussfähig an Ihre Strukturen. Als Entwickler:innen des Frameworks und Partner zahlreicher Vorhaben im öffentlichen Sektor stehen wir für methodische Führung und operative Umsetzungsstärke: von der Zieldefinition über Wirkungsketten bis zum gelebten PDCA. Sprechen Sie uns an – wir zeigen Ihnen, wie unser ImpactChain-Framework in Ihrer Organisation schnell nutzbar wird und messbare Ergebnisse erzielt.
Lead Expert
D&PST I ifok.digital
Das ImpactChain-Framework ist eine Eigenentwicklung von ifok aus dem Team um Johannes Bayer. Es ist aus unserer Projektpraxis entstanden und verbindet OKR, IOOI und PDCA zu einem integrierten Impact Management Framework für wirkungsorientierte Steuerung.
OKR fokussiert auf Zielerreichung und operative Steuerung, greift Wirklogik und priorisierte Handlungsoptionen sowie Voraussetzungen aber oft nur implizit auf. Das ImpactChain-Framework erweitert OKR um eine explizite Wirkungslogik (IOOI) und verankert Ziele im PDCA-Zyklus. So wird OKR zu einem Instrument für wirkungsorientierte Steuerung.
Durch die IOOI-Logik werden Key Results konsequent entlang der Wirklogik von Input – Output – Outcome – Impact ausgerichtet. Damit wird sowohl die Veränderung bei der Zielgruppe gemessen als auch die konkreten Handlungen, die zu diesen Veränderungen geführt haben. Die Teams entwickeln dadurch priorisierte Handlungslogiken, die direkt auf die übergreifenden Ziele ausgerichtet sind.
PDCA macht wirkungsorientierte Steuerung zum festen Bestandteil des Projektalltags: Ziele werden geplant, Maßnahmen umgesetzt, Wirkung regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. So entsteht ein kontinuierlicher Lern und Steuerungskreislauf statt punktueller Wirkungsmessung am Projektende.
Ja. Das ImpactChain-Framework ist sektorenübergreifend einsetzbar, da es nicht an spezifische Organisationsformen oder Governance-Logiken gebunden ist. Es eignet sich besonders für verwaltungstypische Steuerungsanforderungen, wirkungsorientierte Programme von NGOs sowie strategie- und wirkungsbezogene Vorhaben in Unternehmen.
Nein. Ein Dashboard ist kein Muss, unterstützt aber eine wirkungsorientierte Steuerung in Echtzeit. Entscheidend ist, dass Wirkungsdaten regelmäßig erhoben und im PDCA-Zyklus genutzt werden. Dashboards erhöhen Transparenz, Verbindlichkeit und Reaktionsgeschwindigkeit – besonders in komplexen Vorhaben.
Das ImpactChain-Framework verbindet strategische Wirkungsausrichtung mit operativer Steuerung. Es schafft Fokus, fördert Eigenverantwortung in Teams, macht Wirkung kommunizierbar und ermöglicht effizientere Entscheidungen. Damit verschiebt sich der Blick von „Was haben wir gemacht?“ zu „Was haben wir erreicht?“ – der Kern wirkungsorientierter Steuerung.