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Kontakt

ImpactChain-Framework:

Ein Impact Management Framework für wirkungsorientierte Steuerung

© Adobe Stock

Impact messen: Warum OKR und Wirkungsorientierung zusammengedacht werden müssen

„Was haben wir gemacht?“ ist leicht zu beantworten. „Was haben wir damit bewirkt?“ ist jedoch der eigentliche Prüfstein. Seit über 30 Jahren realisieren wir erfolgreich Projekte für Verwaltung, Organisationen und den öffentlichen Sektor. Zufriedene Kund:innen und positive Rückmeldungen aus den Zielgruppen bestätigen unsere Arbeit. Gleichzeitig erkennen wir, dass Wirkung ihr volles Potenzial erst dann entfaltet, wenn sie systematisch geplant, messbar gemacht und während der Projektlaufzeit aktiv im Sinne eines Impact Reporting Frameworks gesteuert wird. 

Das zeigt sich auch an den Erwartungen und den eigenen wirkungsorientierten Ansätzen unserer Auftraggeber:innen. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat beispielsweise eine eigene Stabsstelle Ziel- und Wirkungssteuerung aufgebaut und setzt auf Dashboards, OKRs (Objectives & Key Results) und standardisierte Reportings. Wie erfolgreiche Wirkungsorientierung in der Praxis aussehen kann, hat das Forschungsprojekt „EValuate“ der Agora Digitale Transformation im Auftrag der Bundesregierung untersucht – unter anderem anhand dreier Projekte aus der Digitalstrategie der Bundesregierung, an denen ifok beteiligt war. 

Was ist die OKRMethode? 

OKR steht für Objectives and Key Results und ist eine Methode, um Ziele in Organisationen klar zu formulieren und messbar zu verfolgen: Ein Objective beschreibt ein qualitatives Ziel (wohin wir wollen), und Key Results beschreiben messbare Ergebnisse (woran wir erkennen, dass wir dem Ziel näherkommen). OKR wird typischerweise in regelmäßigen Zyklen (z. B. quartalsweise) genutzt, um Ziele sichtbar zu machen und Fortschritt gemeinsam zu überprüfen. 

Unsere Projekterfahrungen bestätigen: Wirkung darf nicht nur ex post dokumentiert, sondern muss strategisch geplant, laufend gemessen und aktiv gesteuert werden. Dabei haben wir mit OKR und IOOI (Input-Output-Outcome-Impact) umfassende Erfahrungen gesammelt und die Grenzen beider Ansätze kennen gelernt: OKR schafft agile Steuerung, Fokus und Verbindlichkeit, tendiert in der Umsetzung jedoch häufig dazu, dass Zusammenhänge zwischen Zielgruppenwirkung und unseren Handlungsmöglichkeiten zu impliziert bleiben und die Outcome-Ebene nicht den zentralen Stellenwert bekommt, den sie haben sollte. Zudem bleiben Voraussetzungen für die Erfolgschancen der Ziele unbeachtet. IOOI liefert eine solide Wirklogik und macht Wirkungsketten transparent, ist jedoch in der Datenerhebung aufwändig, weil Outcome- und Impact-Indikatoren oft längere Zeitreihen und Primärdaten (z. B. Befragungen) erfordern. Zugleich fehlt IOOI ein expliziter Steuerungsmechanismus im Sinne von Rollen, Routinen und Entscheidungsregeln für laufende Kurskorrekturen. 

Die zentrale Erkenntnis: Es braucht das Beste aus beiden Wirkmodellen – die langfristige Wirkungsausrichtung und Wirkungslogik von IOOI und die agile, operative Steuerung von OKR. Nur so zahlen kurzfristige Fortschritte konsistent auf langfristige Wirkungsziele ein. 

Die Verbindung aus OKR, IOOI und PDCA ermöglicht uns wirkungsorientierte Steuerung

Das ImpactChain-Framework ist eine Eigenentwicklung des Teams rund um Johannes Bayer, die auf Basis unserer Projekterfahrungen entstanden ist. Der Ansatz wurde aus der Praxis für die Praxis entwickelt, um wirkungsorientierte Projekte strategisch auszurichten und operativ zu steuern. Die Kernidee: Als Impact Management Framework verbindet es OKR (Ziele & Kernergebnisse) mit der IOOI–Wirkungslogik und verankert beides im PDCA-Zyklus (Plan–Do–Check–Act). So erzeugen wir eine durchgängige Wirkungs– und Steuerungslogik – vom strategischen Zielbild bis zur einzelnen Maßnahme. Ziel ist es, Wirkungsketten explizit zu machen, Zielgruppenwirkung messbar zu gestalten und Fortschritte im zeitlichen Verlauf konsistent auf langfristige Impact-Ziele einzahlen zu lassen. 

Was ist das IOOI-Modell? 

Das IOOI-Modell ist ein Wirkmodell, das Zusammenhänge zwischen Ressourcen, Aktivitäten und Wirkung strukturiert: Input beschreibt eingesetzte Mittel (z. B. Zeit, Budget, Kompetenzen), Output die erbrachten Leistungen (z. B. Angebote, Produkte, Veranstaltungen), Outcome die angestrebten Veränderungen bei Zielgruppen, und Impact die langfristige gesellschaftliche Wirkung. IOOI wird genutzt, um Wirkzusammenhänge in Projekten oder Programmen nachvollziehbar darzustellen und zu messen. 

Wie das ImpactChain-Framework funktioniert – Schritt für Schritt

  1. Impact-Nordstern(e) definieren: 
    Startpunkt ist ein Impact-Nordstern als klare Wirkungsintention für ein Projekt, eine Initiative oder eine Organisation. Er ist nicht messbar, sondern gibt die strategische Richtung vor: Welchen gesellschaftlichen Unterschied wollen wir bewirken?

     

  2. Outcome-Key-Results für das Gesamtprojekt ableiten: 
    Ausgehend vom Nordstern werden Outcome-Key-Results formuliert: Welche messbaren Veränderungen wollen wir bei unseren Zielgruppen erreichen, um dem Nordstern näher zu kommen? 
    → Ergebnis: messbare Outcome-Indikatoren, die Zielgruppenwirkung sichtbar machen.

     

  3. Output-Key-Results (und anschließend Input) bestimmen: 
    Es folgen Output-Key-Results: Welche Maßnahmen oder Leistungen sind der größte Hebel, um die gewünschten Outcomes zu erreichen? 
    Anschließend wird der Input geklärt: Welche Ressourcen, Voraussetzungen, Fähigkeiten benötigen wir, um den Output verlässlich zu liefern? 
    → Ergebnis: Ein Hebel-Design vom Input über Output zum Outcome – anschlussfähig an den Impact-Nordstern.

     

  4. Wirkungsketten in Teilprojekten/Maßnahmen herunterbrechen: 
    Die Wirkungsketten werden konsistent skaliert – bis auf Maßnahmen oder Teilprojektebene:

     

    1. Outcome-Ziel je Teilprojekt: Welche konkrete Veränderung für die Zielgruppe streben wir mit dieser Maßnahme an? 
    2. Outcome-Key-Results: Woran messen wir diese Veränderung?
    3. Output-Key-Results: Was ist unser größter Hebel, um diese Veränderung auszulösen? 
    4. Input-Key-Results: Welche Ressourcen, Kenntnisse, Voraussetzungen brauchen wir dafür im Team? 
Diagramm des ImpactChain‑Frameworks: Wirkungslogik durch IOOI und Steuerung durch OKR.
ImpactChainFramework für wirkungsorientierte Steuerung: Wirkungsketten von ImpactNordstern über Input/Output/Outcome auf Gesamt und Teilprojektebene.

PDCA als gelebter Teil des Projektalltags – nicht nur ein Schaubild

Ziele und Wirkungsketten entfalten nur dann ihren vollen Nutzen, wenn sie Teil des täglichen Arbeitens werden. Ein sauber formuliertes Objective oder eine stringente Wirkungskette reicht nicht aus, wenn sie nicht regelmäßig genutzt, überprüft und angepasst wird. Entscheidend sind zwei Dinge: 

  1. Ziele & Kernergebnisse aus den Teams heraus entwickeln 
    Wirkungsziele (Objectives) und Kernergebnisse (Key Results) müssen von den verantwortlichen Teams der Teilprojekte und Maßnahmen in gemeinsamen Workshops formuliert werden. So entstehen klare Zuständigkeit (Ownership), fachliche Passung und ein realistischer Blick auf Hebel (Output) und Voraussetzungen (Input). Nur wenn Teams ihre Key Results als eigene Steuerungsgröße verstehen, werden sie im Alltag genutzt – statt „fürs Reporting“ gepflegt.

     

  2. Konsequenter PDCA-Zyklus, integriert in bestehende Routinen 
    Der PDCA-Zyklus (Plan–Do–Check–Act) muss verbindlich gelebt und in vorhandene Strukturen integriert werden – unabhängig davon, ob agil gearbeitet wird (z. B. Sprint-Reviews/Retros) oder klassisch (z. B. Jour-Fixe-Termine, Meilensteinreviews). Wichtig sind die Regelmäßigkeit und Verbindlichkeit: 
    • Plan: Ziele, Wirkungsketten und Datenanforderungen klarziehen; Zuständigkeiten fixieren.
    • Do: Maßnahmen umsetzen; Daten zu KRs laufend erfassen (nicht erst am Quartalsende) und in Echtzeit in einem Dashboard darstellen. 
    • Check: In regelmäßigen, üblicherweise dreimonatigen Review-Slots (Jour Fixe, Review, Controlling-Runde) Ergebnisse gemeinsam analysieren – mit Blick auf Zielgruppenwirkung (Outcome) statt nur Output. 
    • Act: Key Results und Annahmen anpassen, Hebel neu setzen, Ressourcen umlenken – sichtbar dokumentiert und für alle nachvollziehbar. 
Kreislaufdiagramm PDCA: Plan, Do, Check, Act als Prozess für kontinuierliche wirkungsorientierte Steuerung im Projektalltag.
PDCA-Zyklus (Plan–Do–Check–Act) als Routine für laufende wirkungsorientierte Steuerung und Fortschrittsmonitoring.

Erfahrungen zu wirkungsorientierter Steuerung

Das ifok-ImpactChain-Framework ist kein theoretisches Konstrukt, sondern ein Ansatz, der direkt aus unserer Projektpraxis entstanden ist. In der Anwendung zeigt sich dabei immer wieder: Unser Impact Management Framework schafft Orientierung von Beginn an – sowohl bei der Entwicklung passgenauer Angebote als auch beim Aufsetzen neuer Projekte. Die konsequenten Leitfragen „Warum machen wir das?“ und „Was ist unser größter Hebel?“ sorgen für Fokus und verhindern, dass Teams – gerade in komplexen Vorhaben – in unterschiedliche Richtungen laufen. Gleichzeitig erkennen Teams früh, ob ihre Outputs tatsächlich die gewünschten Outcomes auslösen. Dadurch können sie gezielt nachsteuern, Maßnahmen schärfen und Ressourcen dorthin lenken, wo der größte Hebel liegt. Mit der Zeit verschiebt sich der Fokus spürbar vom Output zum Outcome: weniger „Was haben wir gemacht?“, mehr „Was haben wir erreicht?“. 

Das ImpactChain-Framework ermöglicht zudem Transparenz „on demand“: Über ein Dashboard lassen sich sowohl die Gesamtwirkung als auch die Wirkung einzelner Maßnahmen jederzeit einsehen – unabhängig von Berichts- oder Iterationszyklen. Gerade im öffentlichen Sektor ist das ein klarer Vorteil, etwa bei Rechenschaftspflichten oder kurzfristigen Kommunikationsanlässen. Die Qualität der Daten ist dabei am höchsten, wenn die Datenerhebung Teil der täglichen Arbeit ist und durch Automatisierung gestützt wird. 

Gleichzeitig gilt: Veränderung braucht Zeit. Man ist schnell geneigt, zuerst über Kosten oder Maßnahmen zu sprechen, statt konsequent von Zielen und Wirkungsketten aus zu denken. Das ifok-ImpactChain-Framework etabliert diese rationale Logik dauerhaft – und verändert damit auch die externe Kommunikation: weg von Aktivitätsberichten hin zu Wirkungsberichten, die zeigen, was wirklich erreicht wurde. 

Vorteile und Voraussetzungen unseres Impact Management Frameworks

  • Wirkung sichtbar und steuerbar machen 
    Das ImpactChain-Framework macht Wirkungsketten explizit (Input → Output → Outcome → Impact) und richtet Key Results konsequent auf Veränderungen für die Zielgruppen aus. So wird Wirkung belegbar – und Fortschritte lassen sich nicht nur berichten, sondern aktiv steuern. 

  • Kurzfristig handeln, langfristig wirken 
    Mit dem Impact-Nordstern und gelebtem PDCA-Zyklus zahlen kurzfristige Ergebnisse aus OKRs nachweisbar auf strategische Wirkungsziele ein. Teams erkennen früh, ob Outputs die gewünschten Outcomes auslösen, und können Hebel gezielt nachjustieren. 

  • Transparenz „on demand“ 
    Ein gemeinsames Dashboard gibt jederzeit Auskunft zur Gesamtwirkung und zu einzelnen Maßnahmen – unabhängig von Berichtszyklen. Das schafft Verlässlichkeit für Rechenschaftspflichten und verbessert die Kommunikation nach außen. 

  • Was es dafür braucht 
    Das ifok-ImpactChain-Framework ist iterativ, kein Einmalprojekt: Team-Commitment, Lernbereitschaft und verlässliche Datenpflege (idealerweise teil- oder vollautomatisiert) sind entscheidend. Der anfängliche Aufwand zahlt sich in besserer Priorisierung, effizienterer Steuerung, klareren Entscheidungen und spürbar höherem Wirkungsfokus – und langfristig in besseren Ergebnissen – aus. 

 

Wenn Sie Wirkung nicht nur dokumentieren, sondern strategisch erreichen und laufend steuern wollen, ist das ifok-ImpactChain-Framework der richtige Rahmen – praxisbewährt, datenbasiert und anschlussfähig an Ihre Strukturen. Als Entwickler:innen des Frameworks und Partner zahlreicher Vorhaben im öffentlichen Sektor stehen wir für methodische Führung und operative Umsetzungsstärke: von der Zieldefinition über Wirkungsketten bis zum gelebten PDCA. Sprechen Sie uns an – wir zeigen Ihnen, wie unser ImpactChain-Framework in Ihrer Organisation schnell nutzbar wird und messbare Ergebnisse erzielt. 

Ihr Ansprechpartner

Johannes Bayer

Lead Expert
D&PST I ifok.digital

  • +49 211 38547537
  • johannes.bayer@ifok.de
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FAQ

Wer hat das ImpactChain-Framework entwickelt?

Das ImpactChain-Framework ist eine Eigenentwicklung von ifok aus dem Team um Johannes Bayer. Es ist aus unserer Projektpraxis entstanden und verbindet OKR, IOOI und PDCA zu einem integrierten Impact Management Framework für wirkungsorientierte Steuerung. 

Wie unterscheidet sich das ImpactChain-Framework von OKR?

OKR fokussiert auf Zielerreichung und operative Steuerung, greift Wirklogik und priorisierte Handlungsoptionen sowie Voraussetzungen aber oft nur implizit auf. Das ImpactChain-Framework erweitert OKR um eine explizite Wirkungslogik (IOOI) und verankert Ziele im PDCA-Zyklus. So wird OKR zu einem Instrument für wirkungsorientierte Steuerung. 

Was ist der Vorteil der IOOI-Integration in Key Results?

Durch die IOOI-Logik werden Key Results konsequent entlang der Wirklogik von Input – Output – Outcome – Impact ausgerichtet. Damit wird sowohl die Veränderung bei der Zielgruppe gemessen als auch die konkreten Handlungen, die zu diesen Veränderungen geführt haben. Die Teams entwickeln dadurch priorisierte Handlungslogiken, die direkt auf die übergreifenden Ziele ausgerichtet sind. 

Wie unterstützt PDCA die laufende Wirkungssteuerung?

PDCA macht wirkungsorientierte Steuerung zum festen Bestandteil des Projektalltags: Ziele werden geplant, Maßnahmen umgesetzt, Wirkung regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. So entsteht ein kontinuierlicher Lern und Steuerungskreislauf statt punktueller Wirkungsmessung am Projektende.

Eignet sich ImpactChain für Verwaltung/NGOs/Unternehmen?

Ja. Das ImpactChain-Framework ist sektorenübergreifend einsetzbar, da es nicht an spezifische Organisationsformen oder Governance-Logiken gebunden ist. Es eignet sich besonders für verwaltungstypische Steuerungsanforderungen, wirkungsorientierte Programme von NGOs sowie strategie- und wirkungsbezogene Vorhaben in Unternehmen. 

Brauche ich zwingend ein Dashboard?

Nein. Ein Dashboard ist kein Muss, unterstützt aber eine wirkungsorientierte Steuerung in Echtzeit. Entscheidend ist, dass Wirkungsdaten regelmäßig erhoben und im PDCA-Zyklus genutzt werden. Dashboards erhöhen Transparenz, Verbindlichkeit und Reaktionsgeschwindigkeit – besonders in komplexen Vorhaben. 

Warum lohnt sich die Einführung des ImpactChain-Frameworks?

Das ImpactChain-Framework verbindet strategische Wirkungsausrichtung mit operativer Steuerung. Es schafft Fokus, fördert Eigenverantwortung in Teams, macht Wirkung kommunizierbar und ermöglicht effizientere Entscheidungen. Damit verschiebt sich der Blick von „Was haben wir gemacht?“ zu „Was haben wir erreicht?“ – der Kern wirkungsorientierter Steuerung. 

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